Federkugelinfo
Die Funktionsweise einer Federkugel
Die Federkugeln übernehmen bei den hydropneumatisch gefederten Citroenfahrzeugen die Aufgabe der sonst in konventionellen Fahrzeugen eingebauten Stossdämpfer.
Jede Federkugel hat eine bestimmte Anordnung von Bohrungen und Dämpfungselementen, welche die Zug- und Druckstufe des Schwingungsdämpfers darstellen. In der Mitte der Federkugel befindet sich eine Membran (Diaphragma), auf welche von der einen Seite Stickstoff mit einem Druck zwischen30 - 75 bar und von der anderen Seite die Hydraulikflüssigkeit LHM / LDS drückt.
Beim Einfedern des Fahrzeuges drückt der Federzylinder die Hydraulikflüssigkeit durch den Dämpfer nach oben in die Federkugel. Aufgrund der Komprimierungsfähigkeit von Gasen (Stickstoff ist ein Gas) wird das Stickstoffpolster zusammengedrückt, der Druck in der Kugel steigt. Beim Ausfedern strömt das LHM wieder aus der Kugel durch den Dämpfer in den Federzylinder. Bei diesem Vorgang werden teilweise Drücke bis zu 300 bar erreicht.
Verschleiss von Federkugeln
Über die Zeit wandert der Stickstoff durch das Diaphragma (Diffusion). Dadurch sinkt der erforderliche Normdruck auf der Stickstoffseite und das Diaphragma befindet sich nicht mehr in der Mitte, sondern näher an der Außenhülle der Federkugel. Daher ist der Einfederweg wesentlich kürzer, als bei normal und gut gefüllter Federkugel. Das Ergebnis ist ein stark härteres Federungsverhalten (ähnlich wie bei tiefergelegten Fahrzeugen mit entsprechend kürzerem Federweg).
In diesem Zustand passiert es auch recht schnell, dass das Diaphragma an der Kugelinnenwand anschlägt, und das mit bis zu 300 bar!!! Schäden, welche dadurch entstehen sind vom Laien nicht feststellbar.
Daher empfiehlt es sich stets bei verschlissenen Federkugeln diese mit NEUEN Federkugeln zu ersetzen!
Immer wieder taucht die Frage auf, ob es nicht preisgünstiger wäre, verschlissene Federkugeln neu befüllen zu lassen.
Aus oben genannten Gründen raten wir DRINGEND davon ab, die Entscheidung darüber kann aber jeder nur selbst treffen.
